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	<title>Fuck Yourself – Because I won't do it</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 17:16:57 +0000</pubDate>
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		<title>Ansichtssachen</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 15:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfseule</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ansichtssachen
Eine Weiterführung des letzten Beitrages. Aber es geht um angezogene Menschen. Größtenteils.
Ich würde sagen, ich bin Ästhet. Ich gucke sehr gerne schöne Dinge an, und es gibt auch ein paar Menschen die ich schön finde. Und ergo sehr gerne angucke.
Ob dieser Sinn von Ästhetik nun von den Medien geprägt wurde oder vom gängigen Schönheitsideal, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Ansichtssachen</p>
<p class="MsoNormal">Eine Weiterführung des letzten Beitrages. Aber es geht um angezogene Menschen. Größtenteils.</p>
<p class="MsoNormal">Ich würde sagen, ich bin Ästhet. Ich gucke sehr gerne schöne Dinge an, und es gibt auch ein paar Menschen die ich schön finde. Und ergo sehr gerne angucke.</p>
<p class="MsoNormal">Ob dieser Sinn von Ästhetik nun von den Medien geprägt wurde oder vom gängigen Schönheitsideal, ist mir erstmal wurscht. Spaß macht es trotzdem. Oder gerade deswegen. Der Punkt, dem manche nicht folgen können oder wollen: ich kann eine Schwäche für die Silhouette von Dr. Lisa Cuddy aus Dr. House haben (ihr Hintern ist Weltklasse!), ohne, dass daraus in mir der Wunsch erweckt wird, mit ihr ins Bett zu steigen. Oder sie überhaupt erst anzufassen. Ich habe ein Nacktphoto von Björk an der Wand hängen (zugegebenermaßen zusammengekauert auf dem Boden, aber immerhin), nicht, um irgendwelche Phantasien zu evozieren, sondern weil ich den Kontrast von dieser ätherischen, nahezu übermenschlichen Figur und dieser sehr „irdischen“ Pose sehr reizvoll finde. Reizvoll im intellektuellen Sinne.</p>
<p class="MsoNormal">Weil für mich keine Bedürfnisse daran geknüpft sind, gelten für mich schöne Menschen ähnlich wie ein schönes Gemälde im Museum. Cate Blanchett ist unfassbar schön, im Kino schmelze ich dahin und ich würde sehr gerne mal mit ihr frühstücken gehen, aber diese Ikone der kühlen, eigenwilligen Schönheit schwitzend neben mir auf der Bettkante? Urgs. Nein, Danke.</p>
<p class="MsoNormal">Für mich ist „Begehren“ mit dem Anblick bereits gestillt. Zugegebenermaßen ist das unpassenderweise immer mit dem Gedanken verknüpft: „Wenn ich eine sexuell orientierte Person WÄRE&#8230;.“<span>  </span>Aber Punkt ist der: ich bin es nicht. Und ich weiß genauso wenig, ob ich, wäre ich es doch, Cate Blanchett nicht nur schön, sondern auch attraktiv fände. Um meine Begeisterung für etwas auszudrücken, benutze ich öfter „sexuelles“ Vokabular, als eine Art Satire vielleicht. Allerdings verwende ich das wahllos für Männer, Frauen und Objekte. (Seit ich allerdings etwas über <a href="http://www.bizarremag.com/weird_world/news/7134/wall_love.html" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.bizarremag.com');">Objektophile</a> gelesen habe, gilt das nicht mehr als Beweis für meine Asexualität). Vielleicht aus Mangel an anderweitigem Vokabular, vielleicht, weil es gar nicht so verkehrt ist. Beim Anblick von kupferroten Locken läuft mir der Sabber aus dem Mundwinkel vor schierer Freude. Das gleiche geschieht allerdings, wenn ich den Werbespot für das MacBookAir sehe</p>
<p class="MsoNormal">Asexuell zu sein, heißt für mich nicht, in allen nur gute Kumpel und interessante Persönlichkeiten zu sehen. Ich bin genauso oberflächlich wie alle anderen auch. Ich reduziere den jungen Mann mit den langen Beinen und dem perfekten Lockenschopf auf eben diese und hab meine Freude dran. Eventuell stelle ich mir vor, wie er mit übereinander geschlagenen Beinen auf einem Klappstuhl sitzt. Das sind so meine perversen Phantasien. Die beinhalten aber nie, nie, nie körperliche Interaktion. Da würde mir die Lust vergehen.</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Kurze Röcke, lange Gedankengänge</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 22:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfseule</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist fast Sommer, es ist heiß, es ist schwül, die Menschen ziehen sich aus, beziehungsweise nicht mehr so viel an wie sonst. Same procedure as every year. Während ich lange Jahre schlicht angewidert war von hemdlosen Gestalten in der Straßenbahn, von heraushängenden Brüsten und Bauarbeiterdekolletes, bin ich in den letzten Jahren dazu übergegangen, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist fast Sommer, es ist heiß, es ist schwül, die Menschen ziehen sich aus, beziehungsweise nicht mehr so viel an wie sonst. Same procedure as every year. Während ich lange Jahre schlicht angewidert war von hemdlosen Gestalten in der Straßenbahn, von heraushängenden Brüsten und Bauarbeiterdekolletes, bin ich in den letzten Jahren dazu übergegangen, das Spiel mitzuspielen. Das heißt, dass ich Damen, die demonstrativ ihren Brustansatz in die Öffentlichkeit tragen, auch demonstrativ hineinstarre, teste, wie weit man unter kurze Röckchen gucken kann und so weiter. Leider Gottes kann ich nicht pfeifen, ich würds öfter tun. Nicht, weil ich den Anblick pfeifenswert fände, sondern bloß, um ein wenig sinnfreie Verwirrung zu stiften.</p>
<p>Aber in letzter Zeit dreht meine Gedankenspirale immer größere Kreise und während ich großkotzig im kleinen Rock in die Kneipe gehe, und von meiner „Initiative für mehr hässliche Beine in der Öffentlichkeit“ erzähle, zerre ich mitunter doch nervös dran und achte drauf, dass die Knie immer schön zusammen sind. Warum eigentlich ist das so? Schon klar, gesellschaftliche Konstruktion blablabla, Heutzutage gilt als „kurz“ nur noch alles, was kürzer als Mitte Oberschenkel ist,<span>  </span>in der Kirche müssen die Schultern bedeckt sein und im Kaiserlichen China rasteten die Männer aus, wenn die Frauen ihre deformierten Füße entblößten. Kennt man alles, das ist auch nicht unbedingt das, was mich beschäftigt. Was mich verwirrt, wie seltsam fest und ortsgebunden diese Regeln sind.<span>  </span>Schönes Beispiel hatte ich neulich beim (ahem) O.C. California gucken. Einer Serie, bei der alle immer am Strand oder Pool rumhängen, da auch gerne Parties feiern und die Mädels bei eben diesen gerne im Bikini-Oberteil herumspringen. Als nun zwei Mädels im Schlafzimmer sind und eine Klamotten anprobiert und der Quoten-Nerd der Serie überraschend die Tür aufmacht, fällt ihm beim Anblick des Mädchens in BH die Klappe herunter und er stottert hinterher nur noch „Oh my god, I mean: she was topless“. Fakt ist: sie hatte nicht weniger an, als sonst auch.</p>
<p>Und da gerate ich doch ins Grübeln. Ist die Intimität, die nackte Haut offenbart, an- und abschaltbar? Was soll das Ganze? Worin liegt der Reiz des Ganzen? Und der Nicht-Reiz? Eine Hautfalte hat man schließlich auch zwischen Daumen und Zeigefinger. Verknappung? Weil die meisten Leute scharf darauf sind, etwas zu sehen, was man meistens nicht zu sehen bekommt? Ist das alles? Klingt ein bisschen lahm, finde ich. Ich komme zu keinem Entschluss. Ich bin hin- und her geworfen zwischen der Einstellung: „Mein Körper gehört mir, und ich fühle mich am wohlsten mit viel Stoff um mich herum“ und „Scheiß drauf, funktionalisieren wir diese physische Anhängsel für ein bisschen Guerillakampf“ (meine Methoden sind ein bisschen eklig, die will ich nicht breit treten, aber einen kurzen Rock zu tragen, ist viel angenehmer, wenn man weiß, dass man den Leuten, die gerne unter so was drunter gucken, gut den Spaß vergällen kann).</p>
<p class="MsoNormal">Bin ich jetzt so verwirrt, weil ich mir nicht vorstellen kann, worin der Reiz des Anguckens liegt? Liegt das daran, weil bei mir der Spaß nach dem Angucken aufhört und meine Phantasie einfach ins Leere läuft? Ich bin Ästhet, ich gucke gerne schöne Menschen an, ohne, dass das bei mir das Bedürfnis nach Aktion auslöst (außer in Extremfällen der Wunsch, meine Kamera zu holen). Ist das bei Sexuellen anders? Löst ein bloßgelegter Oberschenkel unmittelbar Begehren aus? Klänge mir jetzt zu simpel. Wer erklärt es mir?</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Coming out. To&#8230;.what exactly?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 May 2008 20:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfseule</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein asexuelles Coming Out ist nicht unbedingt notwendig. Schließlich ist Asexualität nichts, was man versteckt, sondern eher etwas, über das man sich sehr lange unsicher ist. Von entscheidender Bedeutung ist es nur auf sehr persönlicher Ebene. Nun, bei  welchem Coming Out ist das nicht so? Aber, was ich sagen will, ist, dass ein wirkliches Statement [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Ein asexuelles Coming Out ist nicht unbedingt notwendig. Schließlich ist Asexualität nichts, was man versteckt, sondern eher etwas, über das man sich sehr lange unsicher ist. Von entscheidender Bedeutung ist es nur auf sehr persönlicher Ebene. Nun, bei  welchem Coming Out ist das nicht so? Aber, was ich sagen will, ist, dass ein wirkliches Statement „Ich bin asexuell, das musst Du akzeptieren.“ wirklich nur dann absolut notwendig ist, wenn sich eine romantische Zweierbeziehung entwickeln sollte. Da Sex heutzutage (schon immer?) eine so entscheidende Rolle spielt, muss so was gleich zu Anfang geklärt werden.</p>
<p class="MsoNormal"><span>Aber da ich keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet habe, werde ich mich hüten, da irgendwelche hilfreichen Tipps zu geben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Weil irgendwie sowieso dauernd alle irgendwann über Sex reden - auf mehr oder weniger abstraktem Level - und ich ein paranoid veranlagter Mensch bin, der immer Angst hat, dass jeder Mensch denken könnte, ich wolle ihn/sie anbaggern, ist allen Leuten, bei denen es im entferntesten eine Rolle spielen könnte, bald klar, dass ich an Sex kein Interesse habe. Irgendwie brabbele ich das immer heraus. Oder wende mich beim Anblick eines knutschenden Pärchens ab. Manchmal fasziniert mich der Anblick, wie ein Einblick in eine völlig fremde Welt, meistens ist er mir jedoch unangenehm. Irgenwie kommt man immer auf das Thema, wenn man es darauf anlegt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Wahrscheinlich ist das auch die beste Methode, um vorher erwähnte Situation in der aufkeimenden Zweierbeziehung zu verhindern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Asexualität ist nichts, wegen dem man irgendwelche dummen Blicke, Sprüche oder Ressentiments fürchten muss in der Öffentlichkeit. Solange man nichts dazu sagt, und nichts „offiziell“ macht, gibt es niemandem, der an einem Anstoß nimmt. Ein lesbisches Pärchen, das Hand in Hand durch die Innenstadt geht, fällt meistens irgendwie auf. Ein asexuelles Pärchen, das eben NICHT Hand in Hand geht, fällt nicht auf. Die Asexuellen sind wie Nicht-Raucher. Dementsprechend alles eigentlich kein Problem: wer nicht drüber reden will, redet halt nicht drüber und hat damit weniger Ärger, als wenn er/sie es täte. Mir ist es allerdings ein Anliegen, darüber zu reden und umso stärker, je mehr ich sehe, auf wie viel Unverständnis man trifft. Dass sexuelles Begehren in jeder Form vorliegen kann, scheint heute vielen<span>  </span>klar zu sein und ist zum großen Teil gesellschaftlich akzeptiert. (Man nagele mich nicht an diesen Aussagen fest, mit „akzeptiert“ meine ich „es ist langweilig geworden, darüber zu diskutieren und auf Demos zu gehen“). Aber hat schon mal irgendeiner das sexuelle Begehren an sich in Frage gestellt? (Ich frage ernsthaft, in Richtung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/de.wikipedia.org');">toten Franzosen</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Butler" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/de.wikipedia.org');">lebendigen</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haraway" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/de.wikipedia.org');">Amerikanerinnen</a>&#8230;. geht da was?)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Denn ich fühle mich als lebendigen Beweis dafür, dass das sexuelle Begehren AN SICH nicht essentiell ist, aber dieser Beweis scheint vielen Leuten nicht ausreichend zu sein.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ich wollte doch eigentlich über was ganz anderes reden. Es gibt zwei Personen in meinem Leben, von denen ich sehr gerne wollte, dass sie wissen, dass ich ihnen nichts verheimliche, aber es fiel mir in diesem Fall exorbitant schwer, das zu kommunizieren. Es waren/sind, wie könnte es anders sein: meine Eltern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es ist ja okay und nicht weiter besorgniserregend, Spätzünder zu sein, aber je älter ich wurde, ich bin jetzt 25, desto unangenehmer wurde es mir das Gefühl, das sich in mir ausbreitete, wenn ich darüber nachdachte, was meine Eltern sich wohl denken, weil ich nie jemanden nach Hause brachte und nie auf jemanden in meinem Bekanntenkreis anders referierte als „ein/e gute/r Freund/in von mir“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Und weil ich auch kein Gespräch vom Zaun brechen wollte a la „Nicht, dass ihr denkt, ich sag nix. Da gibt’s nix zu sagen“, weil ich genau weiß, dass das eher unangenehm werden würde, wuchs dieses unangenehme Gefühl. Die Lösung war dann eine Art Freud’scher Fehler. Ich las <a href="http://theonepercentclub.blogspot.com/2007/11/asex-on-chesil-beach.html" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/theonepercentclub.blogspot.com');">„On Chesil Beach“</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ian_McEwan" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/en.wikipedia.org');">Ian McEwan</a> , der zufälligerweise ein Lieblingsautor meines Vaters ist. In diesem sehr schönen Roman geht es um eine asexuelle Musikerin in den 60er Jahren, ihre Beziehung und wie diese unglücklich in der Hochzeitsnacht endet. Und für mich war es seltsam und schön zu lesen, weil dieser ältere Herr (McEwan) direkt Gedanken aus meinem Kopf aufgeschrieben zu haben schien.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Und als ich mit meinem Vater über das Buch redete, rutschte mir der Satz heraus „Großartiges Buch und es hat auch wahnsinnig viel Identifikationspotential für mich.“ Zwei Wochen später fragte mein Vater dann mal vorsichtig nach, wie das denn gemeint gewesen sei und als ich daraufhin antwortete „Äh&#8230;. na, weil ich mich schon asexuell identifizieren würde.“ ging es hinterher zumindest mir besser.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Zusammenfassend sei gesagt: Es geht keinen was an, was ihr nicht tut. Solange ihr das nicht wollt. Dann könnte es allerdings etwas kompliziert werden. Aber es lohnt sich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Am Anfang&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 16:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfseule</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Asexualität generell, im Allgemeinen und überhaupt und so irgendwie zu erfassen, ist ziemlich lächerlich, schließlich geht’s allein darum, etwas zu beschreiben, was man NICHT tut. Normalerweise qualifiziert man sich als „andere“ dadurch, dass man etwas, nunja, halt anders macht als die Mehrheit des eigenen gesellschaftlichen Einflussbereiches es behauptet zu tun. Vegetarier essen halt kein fleisch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><span>Asexualität generell, im Allgemeinen und überhaupt und so irgendwie zu erfassen, ist ziemlich lächerlich, schließlich geht’s allein darum, etwas zu beschreiben, was man NICHT tut. Normalerweise qualifiziert man sich als „andere“ dadurch, dass man etwas, nunja, halt anders macht als die Mehrheit des eigenen gesellschaftlichen Einflussbereiches es behauptet zu tun. Vegetarier essen halt kein fleisch, essen aber trotzdem.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Asexuelle entziehen sich komplett einem riesigen Bereich, Diskurs, Lebensteil, Aktivität, wieauchimmer man „das“ bezeichnen will. Einem Bereich, der hart umkämpft ist. Zumindest in meinem Elfenbein(leucht)turm von Uni-Umgebung, in Zeiten von Genderstudies, in denen der Begriff polymorphe Perversion jedem Studenten der Geisteswissenschaften halbwegs geläufig ist, kann man eigentlich kaum noch Unverständnis evozieren. Außer mit der Ansage, dass man so überhaupt gar kein Bedürfnis hat, die hart erkämpften Freiheiten zu nutzen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Vielleicht wird es als Affront aufgefasst, aber vielen Leuten scheint es einfach nicht klar zu sein, dass es Leute gibt, die tatsächlich und ehrlich und gar nicht das Bedürfnis haben, ihren nackten Körper gegen den einer anderen Person zu schubbern, eine fremde Zunge im Mund zu haben und weiß Gott was noch für Dinge zu tun, bei deren Vorstellung allein ich ratlos bin (wozu nur?) und (aber das ist mein persönliches Problem, geht vermutlich nicht jedem Asexuellen so) tiefgreifend angewidert und mir graut vor der Vorstellung, meine Privatssphäre so weit aufzugeben für eine andere Person (oder mehrere). </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es ist mir vollkommen egal, was die ganzen Sexuellen so tun. Da kann jeder es mit jedem wie immer er/sie/es so will, tun, Sex haben, miteinander schlafen Vögeln, Orgien feiern, Peitschen knallen lassen. Sollen sie ruhig. Ich erbitte mir nur eins: hört auf, mir einreden zu wollen, dass ich das alles auch will. Die häufigste Reaktion auf meine ehrliche Antwort auf die Frage „Hast Du es denn jemals probiert?“ („Nein, nie, nicht mal geküsst, geschweige denn irgendwas darüber hinaus.“) ist immer „Wie kannst Du also wissen, dass Du es nicht magst?“. Hey, ich wette, das Gleiche würde mich auch ein Crack-Dealer fragen!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p><!--EndFragment--></p>
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