Fuck Yourself – Because I won’t do it

Ansichtssachen

Geschrieben von Wolfseule am Samstag, 21 Juni 2008 um 17:33 Uhr

Ansichtssachen

Eine Weiterführung des letzten Beitrages. Aber es geht um angezogene Menschen. Größtenteils.

Ich würde sagen, ich bin Ästhet. Ich gucke sehr gerne schöne Dinge an, und es gibt auch ein paar Menschen die ich schön finde. Und ergo sehr gerne angucke.

Ob dieser Sinn von Ästhetik nun von den Medien geprägt wurde oder vom gängigen Schönheitsideal, ist mir erstmal wurscht. Spaß macht es trotzdem. Oder gerade deswegen. Der Punkt, dem manche nicht folgen können oder wollen: ich kann eine Schwäche für die Silhouette von Dr. Lisa Cuddy aus Dr. House haben (ihr Hintern ist Weltklasse!), ohne, dass daraus in mir der Wunsch erweckt wird, mit ihr ins Bett zu steigen. Oder sie überhaupt erst anzufassen. Ich habe ein Nacktphoto von Björk an der Wand hängen (zugegebenermaßen zusammengekauert auf dem Boden, aber immerhin), nicht, um irgendwelche Phantasien zu evozieren, sondern weil ich den Kontrast von dieser ätherischen, nahezu übermenschlichen Figur und dieser sehr „irdischen“ Pose sehr reizvoll finde. Reizvoll im intellektuellen Sinne.

Weil für mich keine Bedürfnisse daran geknüpft sind, gelten für mich schöne Menschen ähnlich wie ein schönes Gemälde im Museum. Cate Blanchett ist unfassbar schön, im Kino schmelze ich dahin und ich würde sehr gerne mal mit ihr frühstücken gehen, aber diese Ikone der kühlen, eigenwilligen Schönheit schwitzend neben mir auf der Bettkante? Urgs. Nein, Danke.

Für mich ist „Begehren“ mit dem Anblick bereits gestillt. Zugegebenermaßen ist das unpassenderweise immer mit dem Gedanken verknüpft: „Wenn ich eine sexuell orientierte Person WÄRE….“  Aber Punkt ist der: ich bin es nicht. Und ich weiß genauso wenig, ob ich, wäre ich es doch, Cate Blanchett nicht nur schön, sondern auch attraktiv fände. Um meine Begeisterung für etwas auszudrücken, benutze ich öfter „sexuelles“ Vokabular, als eine Art Satire vielleicht. Allerdings verwende ich das wahllos für Männer, Frauen und Objekte. (Seit ich allerdings etwas über Objektophile gelesen habe, gilt das nicht mehr als Beweis für meine Asexualität). Vielleicht aus Mangel an anderweitigem Vokabular, vielleicht, weil es gar nicht so verkehrt ist. Beim Anblick von kupferroten Locken läuft mir der Sabber aus dem Mundwinkel vor schierer Freude. Das gleiche geschieht allerdings, wenn ich den Werbespot für das MacBookAir sehe

Asexuell zu sein, heißt für mich nicht, in allen nur gute Kumpel und interessante Persönlichkeiten zu sehen. Ich bin genauso oberflächlich wie alle anderen auch. Ich reduziere den jungen Mann mit den langen Beinen und dem perfekten Lockenschopf auf eben diese und hab meine Freude dran. Eventuell stelle ich mir vor, wie er mit übereinander geschlagenen Beinen auf einem Klappstuhl sitzt. Das sind so meine perversen Phantasien. Die beinhalten aber nie, nie, nie körperliche Interaktion. Da würde mir die Lust vergehen.

Kategorie: Allgemein

2 Kommentare

Kommentar von Paula Schramm

Erstellt am Donnerstag, 26. Juni 2008 um 23:44 Uhr

Ich will doch auch nicht mit jedem schönen Menschen ins bett springen den ich sehe. auch nicht mit jedem attraktiven.

Sexualität beinhaltet ja auch ein paar mehr gefühle als nur “ins Bett springen” sie hat nuancen und jeder hat seine eigenen grenzen.

ich glaube auch nicht, das es für viele menschen ein grundbedürfnis ist einen orgasmus zu haben. ehr das sie sex mit zuneigung und geborgenheit verwurschteln.

Noch so ein Fragment. Ich hoffe du kannst es mir verzeihen.

Kommentar von Mike

Erstellt am Samstag, 23. Mai 2009 um 23:21 Uhr

Hi, nice posts there :-) thank’s for the interesting information

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Fuck you - I won't do it

Erst war sie kindisch und unreif, dann war sie nerdig und doof, dann vermutlich lesbisch, dann latent frustriert und komplexbeladen, heute asexuell. Problem gelöst.